Mittwoch, 30. November 2011

Dillkürbis

Kalt ist es hier in Wien, so richtig ungemütlich. Mit Nebel und allem, was man nicht braucht. Zeit für ein warmes Gericht! Noch dazu werden die Kürbisangebote immer weniger. Ein paar Stücke Muskatkürbis sind am Markt noch zu finden, dann ist schon ziemlich Ende. Dabei habe ich dieses Jahr noch gar nicht mein Lieblingskürbisgemüse gekocht. Nun aber schnell!

Zutaten für 4 Beilagenportionen oder 2 Hauptspeisenportionen:
1/2 kg Kürbis (hier: Muskatkürbis), wenn man einen ganzen Kürbis kauft, ca. ein Kilo nehmen
1 Zwiebel
1 TL Butter
1 EL edelsüßes Paprikapulver
1 EL Dille, gehackt
1 EL Mehl, glatt
1 Becher Sauerrahm (250 g)
1/8 l Rindssuppe
Salz, Pfeffer, evtl. Zitronensaft

Kürbis schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel fein hacken und in der Butter hell anschwitzen. Die Kürbiswürfel dazugeben, Suppe zugießen und je nach Größe der Kürbisstücke 5 - 10 min. zugedeckt dünsten. Die Gewürze mit dem Sauerrahm und dem Mehl glatt rühren, dieses Gmachterl zum Kürbis geben und alles noch einmal gut durchkochen lassen. Eventuell mit Zitrone abschmecken.

Dieses Kürbisgemüse ist eine klassische Beilage zu gekochtem Rindfleisch - hier Schulterscherzl. Wir essen dieses Gemüse aber auch gern nur mit Erdapfelschmarrn.

Dienstag, 29. November 2011

Tofu? Tofu!

Meine erste erfreuliche Begegnung mit Tofu hatte ich bei einem Ottolenghi-Rezept. Alle davor ausprobierten Varianten von Tofu führten bei mir zur Überzeugung, dass man den einfach nicht essen kann. Bei meinem Besuch von Terra Madre im Wiener Rathaus fand ich einige recht erfreuliche Tofu-Sorten - geräuchert, mit Kräutern oder mit Chili gewürzt. Davon musste etwas mit nach Hause.
Ich hatte schon einige Male in Richtung Go Veggie-App geschielt, aber mangels IPhone nicht ernsthaft daran gedacht. Das war aber der Moment, in dem ich meinen Turbohausmann gezwungen habe, sich das Go Veggie-App vom genialen Herrn Stevan Paul, von dem ich schon etliche Rezepte nachgekocht habe und eigentlich immer sehr angetan war, zu kaufen.
Lieber Herr Paulsen, es wäre toll, wenn es doch eine Android-Version geben würde, dann dürfte hier sofort ein zweites Go Veggie-App einziehen und ich müsste dem Turbohausmann nicht immer sein IPhone klauen.

Das passende Rezept war jedenfalls gefunden und wurde nachgekocht:  
Räuchertofu mit Senf-Zwiebel-Birnen auf Rahmlinsen

Zutaten:
1 Birne
1 rote Zwiebel
1 weiße Zwiebel (Turbohausfrau hat 2 rote Zwiebeln genommen)
2 Zweige Petersilie
150 ml Schlagobers
250 g Räuchertofu (Turbohausfrau: mit Kräutern)
1 Dose braune Linsen (850 g EW) (Turbohausfrau: 200 g getrocknete Tellerlinsen)
1/8 l Weißwein
200 ml Gemüsesuppe (Turbohausfrau: 250 ml)
1 EL Senf
Pfeffer
Salz
(Turbohausfrau: Sonnenblumenöl)



1 rote Zwiebel würfeln und 1 El Öl anschwitzen. Linsen zugeben, mit dem Weißwein aufgießen, 200 ml Gemüsesuppe und Schlagobers dazuleeren. Linsen in dem Sud garen. Man erspart sich dadurch das im App angeführte dickliche Einkochen der Soße, sie wird auf jeden Fall auch so schön sahnig-cremig.
2 Zweige Petersilie hacken und zu den Linsen geben.
Während die Linsen kochen, die zweite rote Zwiebel in Ringe schneiden. Die Birne ungeschält in Spalten schneiden und entkernen. Zwiebeln und Birnen in 2 EL Öl scharf anbraten. 1 El Senf und 50 ml Gemüsebrühe dazugeben. Alles langsam schmurgeln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist.

Räuchertofu in Stücke schneiden und in 2 El Öl schön goldbraun braten.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Linsen in einen Teller geben, darauf je eine Scheibe Tofu und oben auf den Birnen-Zwiebel-Schmelz.



Hat hervorragend geschmeckt und ist zur Wiederholung vorgesehen, verursacht halt wie zu erwarten ziemlich Bauchgrummeln.

Sonntag, 27. November 2011

Jetzt hab ich's verstanden!

Ein großes Dankeschön an Claus für sein heutiges Posting. Nun habe ich endlich das deutsche Urheberrecht verstanden und wie ich es verletzt habe! Ich hätte bei dem Zitat die Quelle weglassen müssen, dann wäre ich fein raus. ;)

Falls es jemanden interessiert: Ich habe noch immer keine Ahnung, ob die Angelegenheit nun erledigt ist oder ich bereits von einem deutschen Gericht verurteilt wurde. Auf Anraten meiner Anwälte habe ich jedenfalls 100,- Euro an die mich abmahnende Dame überwiesen und eine Erklärung abgegeben, dass ich in Hinkunft das Zitat, das Stein des Anstoßes war, nicht mehr verwenden werde. Ob das nun reicht oder nicht, wurde mir nie mitgeteilt. Da mich jeder Brief durch meine Anwälte einiges kostet, frage ich sicher nicht nach, sondern gehe davon aus, dass die Sache nun erledigt ist.

In der Zwischenzeit bin ich nicht verschütt gegangen, sondern war in Ägypten. Da ich bei der Heirat versprochen habe, dem Turbohausmann in guten wie in schlechten Zeiten zur Seite zu stehen, habe ich in den sauren Apfel gebissen und ihn zu einer Konferenz begleitet, die in Luxor abgehalten wurde, und zwar hier:


Entsprechend anstrengend war die Zeit für mich, wenn mein Mann auf der Konferenz beschäftigt war - ich bin am Pool gelegen und habe auf den Nil geschaut, wie das Wasser so vorbeiplätschert. Und da ich nach einigen solchen Tagen natürlich erholungsbedürftig war, haben wir eine Nilkreuzfahrt gemacht, die dann aber sooo langweilig war, dass wir in Kairo noch ein paar Tage Urlaub machen mussten.


Essentechnisch gibt es vom Urlaub nicht so arg viel Spannendes zu berichten - wir waren in Hotels bzw. auf einem Schiff, wo überall recht international gekocht wurde. Wenn wir die seltenen Gelegenheiten nutzen konnten, um in einheimischen Lokalen zu essen, haben wir nie etwas Großartiges erwischt. Wobei ich sagen muss, dass wir auch nicht wirklich gesucht haben, denn das Essen war nicht der Hauptgrund dieser Reise, sondern einfach harte Arbeit. *hust*



So ganz sicher war ich mir nicht, ob ich mit dem Bloggen überhaupt weitermache, muss aber sagen, es macht einfach Spaß. Und aus diesem Grund habt ihr mich nun wieder am Hals. Ob ich es schaffe, weiterhin täglich zu posten, weiß ich noch nicht, weil ich bis Jahresende ziemlich eingespannt sein werde in meinem Nebenjob, den ich neben meinem Turbohausfrauendasein noch zu erledigen habe. Aber ich habe auf jeden Fall wieder Freude am Kochen und werde euch nicht viel davon ersparen!




Ah ja, fast ich es vergessen: Der österreichische Blog Esskultur ist für den Brigitte Food Blog Award  nominiert. Also bitte hin und abstimmen, hier: click Ein paar Tage sind noch Zeit.